Veröffentlicht am Di., 30. Jan. 2018 10:11 Uhr

COME IN AND FIND OUT

Viele Menschen fragen immer wieder, was ist Gottes Plan für mein Leben. Soll ich an der Kreuzung geradeaus gehen, nach rechts oder nach links? Soll ich mich woanders bewerben oder bei meinem Job bleiben? Soll ich …, Ja was soll ich denn nun?

Wir als Gemeinde haben uns diese Frage ebenfalls gestellt und so begaben wir uns auf einen Weg. Denn um Gottes Plan für sein Leben herauszufinden heisst es nicht zu warten, sondern das Wagnis einzugehen - loszulaufen. Mittlerweile sind Teilziele erreicht und als Gemeinde sehen wir immer deutlicher wo Gottes Plan hingeht. 

Mit der Vision: „Wir als Kirche sind ein aktiver Teil von Richterswil-Samstagern, erfahren Gottes Liebe und geben sie den Menschen praktisch weiter“ steht das Ziel fest.

Wir wollen aktiv als Kirche sein, ein Ort wo Gottes Liebe erfahrbar wird, aber auch praktisch unterwegs sein und Beziehung mit den Menschen leben. 

In der Bibel finden wir viele Hinweise wie das genau aussehen kann. Das Volk Gottes war Kirche, also eine lebendige Gemeinschaft, die sich im Namen Gottes versammelte, gläubige Heilige auch genannt. Sie sind Vorbild für die später entstandene Versammlung der Nachfolger von Jesus Christus und somit auch Vorbilder für uns. Das Volk war bereit in ihrem unperfekten und fehlerhaften Sein für Gott alles zu geben. Sie flohen aus Ägypten, sie kämpften gegen grosse  Heerscharen ohne Aussicht auf Erfolg und nachdem Jesus in den Himmel gegangen ist, trafen sie sich um sein Wort zu lesen, obwohl sie verfolgt wurden. Überall in diesen Situationen entstand Kirche. Ein Ort wo die Liebe Gottes durch das was Jesus tut den einzelnen Menschen trifft. Und diese sich mit all ihren Fehlern Gott zur Verfügung stellen und anderen helfen, damit sie Gott kennen lernen. 

Und nach dieser Art Kirche streben auch wir. Ein Ort wo Gottes Liebe auf den einzelnen Menschen trifft, wo sie erfahrbar wird. Paulus schreibt in seinem Brief an die Römer: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Röm 5,8). Und wir möchten ein Ort sein, wo diese Liebe Mittelpunkt ist. Das heisst, das Kreuz selbst ist Mittelpunkt unserer Botschaft und nicht nur ein Objekt im Gottesdienstsaal. Das bedeutet, das Kreuz ist Vorbild als Ort, wo Gott seiner Liebe in der stärksten Form, welche die Liebe überhaupt haben kann, Ausdruck verliehen hat. 

„Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.“ (Joh 3,16). 

Wenn wir also in unserer Vision davon reden, dass bei uns Gottes Liebe erfahrbar ist, dann  legen wir dies folgendem Auftrag von Jesus zu Grunde: „Ihr sollt einander lieben! Genauso wie ich euch geliebt habt, sollt ihr einander lieben! An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid“ (Joh 13, 34+35). 

Dies bedeutet für jeden, dass er sich selbst verleugne und sein Kreuz auf sich nehme (Mt 16, 24; Mk 8, 34; Lk 9, 23). 

Dein Kreuz auf dich zu nehmen, kann ganz verschieden aussehen. Vielleicht fängt es erst einmal damit an überhaupt sich bereit zu machen. Jesus wirklich alles zu geben, auch die Süchte oder Sehnsüchte, die in dir schlummern. Alle deine Fehler vor dem Kreuz abzulegen und somit frei zu werden. Es kann aber genauso bedeuten in Beziehungen zu intensivieren oder wieder anfangen zu pflegen. Vielleicht gibt es Menschen in deiner Umgebung, die dich oder die du verletzt hast. Dann nimm dein Kreuz auf dich und bringe deinen Stolz, deine Verletzungen oder deinen Hass ans Kreuz. Springe über deinen Schatten und schenke dir und deinem Gegenüber die Freiheit, die wir von Jesus empfangen haben. Vielleicht ist dein Kreuz auch du selbst. Stehst dir mit deiner Meinung und Einstellung selbst im Weg. Nimm es auf dich, trage es vor Gott und lass dich von ihm lieben. Nichts anderes möchte er dir schenken, Liebe! 

Im Lukas Evangelium steht geschrieben wie Jesus auf einen Schriftgelehrten trifft. Dieser will von ihm wissen, was er tun muss um das ewige Leben zu erhalten. Nachdem er das höchste Gebot: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst“ (5.Mose 6,5) zitiert hat, antwortet ihm Jesus: „tu das, so wirst du leben“ (Lk 10, 28). 

Um dieses Tun geht es im letzten Abschnitt unserer Vision „…und geben sie den Menschen praktiksch weiter“. Praktisches Weitergeben verlangt Bewegung. Es reicht nicht aus auf unseren Stühlen in der Gemeinde zu sitzen, zu hoffen, dass Menschen durch unsere Webseite oder Flyer irgendwie auf die Gemeinde aufmerksam werden und dann vorbei kommen. So werden wir Gottes Auftrag nie erfüllen. Jesus sagt ja auch nicht: „Bleibt in eurem Haus und machet zu Jüngern alle Völker“ sondern „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker“ (Mt 28, 19). Dieses Gehen heisst aktiv sein, und praktisch werden. Den Menschen in Richterswil-Samstagern dort begegnen wo sie sind. So wie Jesus den Menschen an ihrem Ort begegnete. Den Fischern auf dem See, den Blinden auf der Strasse oder dem Zöllner bei sich zu Hause. 

Jesus liebte praktisch und wir warten darauf, dass er wirkt. Haben eine Art Menschenfurcht und verstecken uns vor dem was ausserhalb unserer vier Wände geschieht.

Mit diesem Abschluss unserer Vision ist jeder herausgefordert. Gefordert aktiv zu sein mit seinen Talenten und Gaben. Denn nur wenn jeder diese Vision lebt, werden wir auf unserem Weg den wir vor zwei Jahren begonnen haben, irgendwann auch das Ziel erreichen. Aktive Kirche in Richterswil-Samstagern zu sein, Gottes Liebe zu erfahren und sie praktisch weiterzugeben.

Kategorien Gottesdienst-Serie